Waroo 2008 9qm Testbericht
Der Waroo 2008 ist die dritte Generation des Erfolgmodells von Best.
Im Gegensatz zu 2007 hat er sich in einigen Punkten deutlich verbessert, aber machen wir das ganze stukturiert und in Reihenfolge.
Verarbeitung:
Der Waroo 08 ist von der Art so verarbeitet wie der 07er. Es gibt noch ein paar Verstärkungen und zudem ist die Frontube anders vernäht, dadurch kann man sie einfach noch praller aufpumpen ohne das man bei Dropps Angst haben muss.
Insgesammt also wieder sehr gute Verarbeitung, sogar noch etwas besser als 07.
Aufbau:
Der Kite hat ein ganz normales Pumpsystem. Alle Tubes haben rückschlagventile mit Kugeln.
Das Reinstecken der Stöpsel war anfangs etwas schwer.
Durch den Winter waren die Ventile natürlich dann auch etwas steif, aber schon beim zweiten Mal, war das kein Problem mehr.
Das Bridlesystem weist zwei Neuigkeiten auf.
Einmal das Vp2 Pullysystem, das sich direkt und positiv auf das Handling des Kites auswirkt (mehr Depower und mehr Reaktion, bei weniger Arbeit an der Bar) und dann die verstellbaren Backlineanknüpfungen, mit denen man die Performance des Kites sehr stark beeinflussen kannst. (Ich habe auf AB getestet, entspricht Fresstyle mit easy Handling)
Wichtig:
Für den ersten Aufbau sollte man eine Schere oder ein Messer dabeihaben um die Verpackung der Bridles zu öffnen
Der erste Start:
Der Waroo fängt gleich an zu ziehen und bietet konstanten Druck und ein Fahren sehr nahe am Wind.
Flugverhalten:
Der Kite ist gar nicht mehr mit einem Bow zu vergleichen. Ich nenne den Waroo auch nur noch aus Gewohnheit Bowkite. Der Kite ist unglaublich direkt, auch im Vergleich zum 07er ganz klar überlegen. Er kann ohne weiteres mit der Direktheit vieler C-kites mithalten. In den Böen bleibt er stabil.
Depower:
Die Depower ist sehr gut, sobald man die Bar verschiebt merkt man wie der Druck kontinuierlich ab- oder zunimmt.
Böen lassen sich mit dem Kite aber auch sehr gut ausbremsen und Windlöcher werden durch leichte Bewegungen vom Kite sehr gut ausgeglichen.
Relaunch:
Ganz klarer Unterschied zum Vorjahresmodell:
Der Waroo 08 krabbelt durch Ziehen an einer Backline ab einem gewissen Punkt selbstständig und schnell aus dem Wasser und startet wieder. Beim 07er war es nie so easy.
Springen:
Hier unterscheide ich zwischen "loaded" und Sprünge mit Kiteunterstützung.
Loaded und unhookedmoves, gehn sehr hoch hinaus, und sind sehr kräftig. Sie können leicht mit Raileys und Co. beim Yarga mithalten.
Um dies zu erreichen, sollte man aber versuchen mit einer höheren Geschwindigkeit abzuspringen. Um also auch im unteren Bereich hoch genug zu kommen, sollte man den Kite hoch genug fliegen.
Sprünge mit Kiteunterstützung sind sehr smooth und haben eine unglaubliche Hangtime. Man bleibt wirklich lange Oben. Die erreichbare Höhe ist sehr gut, aber etwas weniger als ichs von meinem Yarga in 7qm kenne. Das hat aber wohl eher mit der Größe zutun, dafür hat man locker doppelt soviel Zeit in der Luft.
Ausgehakte Sprünge mit Schirmunterstütung für Airpasses werden sehr hoch. Sie sind aber eindeutug nicht ganz so explosiv wie mit meinen alten Yargas. Daher ist es schwerer umzugreifen, da der Punkt der Schwerelosigkeit einfach nicht so deutlich ist. Aber daran muss man sich nur ein wenig gewöhnen. Mitlerweile ist das so bei mir und ich schätze es, dass der Kite mich nach dem Umgreifen langsam und mit deutlicher Vorwärtsgeschwindigkeit wieder absetzt.
Kiteloops:
Unhooked Kiteloops sind etwas weniger radikal aber bringen sehr viel Spaß mit dem Kite. Anders sieht es bei den hohen Chickenkiteloops aus.
Dafür brauch man einfach noch einen C kite. Klar um ihn kreisen zu lassen und schnell zu landen reicht er aus, aber so richtig durchschütteln tut er einen nicht.
Der Waroo in 9qm dreht einfach zu langsam im Vergleich zu meinem 9er Yarga aus 06. Anders könnte es da beim 7er aussehen. Allerdings, lässt sich aus jedem Kite nochmehr rausholen was die Kiteloops angeht. Mit dem Richtigen Timing und Absprung sollten sich auch mit dem 9er kräftige kiteloops erreich lassen. Aber diese Timing habe ich aber leider nicht;-).
Edit: Mittlerweile habe ich ein wenig weiter geübt. Auch mit dem 9er gehen nun ein paar ganz gute kiteloops, allerdings nicht ganz so kräftig wie ichs gewohnt bin. Allerdings kenn ich kaum einen Kite der besser für Unhookedkiteloops geeignet ist. Er zieht ein hoch und hammer schnell raus. Danach ist er drucklos, man hat zeit mit der anderen Hand wieder die Bar zu greifen und weich zu landen.
Fazit:
Der Waroo hatt mich wirklich überrascht. Er ist eine wirkliche Alternative zu meinen Yargas. Aus diesem Grund werde ich auch auf Waroo umsteigen um die Kites noch weiter zu testen und beim 9er noch die KL-machine rauszuholen ;-).
Die Raileys sind wirklich sehr radikal.
Man merkt auch jederzeit wo der Kite ist und er reagiert schnell und genau.
Das Zugkabel unter den Flatkites.
Bei Fragen könnt ihr euch gerne an mich wenden. Vielen Dank an Sanja von www.FamousFrank.com, die mir den Kite zum Testen gegeben hat und von der ich auch mein Bestmaterial bekomme.
Es hat mir wirklich viel Spaß gebracht und hat mich sehr überzeugt.
